Terabytes im Griff: Echtzeit Videokomprimierung mit AUTERA auf dem Fahrzeug Logger
- Automobiltechnik
- Autonomes Fahren
- Data Logging
17:08min
Übersicht
Wie lassen sich riesige Datenmengen aus Kamerastreams effizient erfassen, ohne dass Speicher- und Verarbeitungskosten explodieren? Mit dieser Herausforderung beschäftigt sich das HandsOn-Video zum Thema AUTERA Echtzeit‑Datenkomprimierung.
Bei modernen Datenerfassungskampagnen mit mehreren Fahrzeugen und hochauflösenden Sensoren verbrauchen Rohdaten schnell Terabytes an Speicherplatz und führen zu langen Upload- und Verarbeitungszeiten. AUTERA schafft hier eine effiziente, praxisnahe Lösung. Sie nutzt GPU-beschleunigte Komprimierung auf der AUTERA AutoBox, wodurch Videodaten während der Aufzeichnung live komprimiert werden können. Mithilfe von RTMaps und der GStreamer-Integration zeigt der Workflow, wie H.264-Komprimierung mit minimalem Konfigurationsaufwand nahtlos in eine bestehende Datenerfassungspipeline integriert werden kann.
Ein realistisches Setup für autonomes Fahren mit 11 Kameras und 8 LiDAR-Sensoren veranschaulicht die Leistungsfähigkeit des Systems. Die Daten können auf nur wenige Prozent der Rohdatengröße reduziert werden, und zwar bei gleichbleibender visuell verlustfreier Qualität. Dadurch wird der benötigte SSD-Speicherplatz erheblich verringert, die Datenübertragung beschleunigt und die Gesamteffizienz des Workflows verbessert.
Spannend ist das Video für Ingenieure und Manager, die sich branchenunabhängig mit ADAS/AD-Datenerfassung befassen. Neben Automotive können auch Firmen in der Argarindustrie, Off-Highway oder im Defence-Bereich hiervon profitieren. Es bietet einen skalierbaren, kosteneffizienten Ansatz für den Umgang mit Sensordaten mit hoher Bandbreite, ohne die Nutzbarkeit für Entwicklung, Test und Validierung zu beeinträchtigen.
Gastgeber
Björn Meyer
Project Manager Real-Time Software, dSPACE
Fabian Engemann
Field Application Engineer Global Sales - GS dSPACE GmbH
FAQ
Q1: Wofür wird die AUTERA-Datenkompression verwendet?
A1: Die AUTERA-Datenkomprimierung reduziert die Größe von Sensordaten mit hoher Bandbreite, insbesondere von Kamerastreams, während der Datenerfassung. Sie ermöglicht eine effiziente Speicherung und schnellere Übertragung in Testumgebungen für die Automobilindustrie.
Q2: Wie funktioniert die Echtzeitkomprimierung in AUTERA?
A2: Die Komprimierung erfolgt direkt auf dem Logger im Fahrzeug unter Verwendung von GPU-Beschleunigung. RTMaps- und GStreamer-Komponenten integrieren die Komprimierung nahtlos in die Datenpipeline.
Q3: Welche Komprimierungsformate werden unterstützt?
A3: AUTERA unterstützt die Codecs H.264, H.265 (HEVC) und AV1. Benutzer können je nach Leistungs- und Qualitätsanforderungen das geeignete Format auswählen.
Q4: Wie viel Speicherplatz lässt sich mit der AUTERA-Komprimierung einsparen?
A4: Durch die Komprimierung lassen sich Kameradaten auf nur wenige Prozent ihrer ursprünglichen Größe reduzieren. So können beispielsweise Datenraten von Gigabyte pro Sekunde auf überschaubare Megabyte pro Sekunde reduziert werden.
Q5: Beeinträchtigt die Komprimierung die Datenqualität?
A5: Die in diesem Video gezeigte Komprimierung ist visuell verlustfrei. Dies bedeutet, dass die Ausgabe für die meisten technischen Aufgaben identisch mit dem Original erscheint. Sie ist jedoch nicht bitweise identisch mit den Rohdaten. Es ist aber auch möglich mit anderen Algorithmen (siehe Frage 3) eine 100 % verlustfreie Komprimierung einzubauen, welche dann die Datenqualität unberührt lässt.
Q6: Ist für die Dekodierung komprimierter Daten zusätzliche Hardware erforderlich?
A6: Nein, moderne CPUs verfügen in der Regel über integrierte Dekodierungsfunktionen für Formate wie H.264. Entwickler benötigen keine GPUs auf ihren Workstations.