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ConfigurationDesk

Konfigurations- und Implementierungssoftware für dSPACE SCALEXIO-Hardware

ConfigurationDesk ist ein intuitives, grafisches Konfigurations- und Implementierungswerkzeug. Es ist nicht nur optimal geeignet für die Arbeit mit HIL-Echtzeitanwendungen, die auf SCALEXIO-Hardware basieren, sondern auch für die Implementierung von Verhaltensmodellen und I/O-Funktionscode auf SCALEXIO-Hardware. ConfigurationDesk bietet eine klare Anordnung der externen Geräte (z.B. Steuergeräte), der konfigurierten SCALEXIO-Kanäle und der angeschlossenen Verhaltensmodelle.

  • Neu bei ConfigurationDesk 6.0

    ConfigurationDesk 6.0 bietet aufgabenspezifische Ansichten:

    • Project – zum Verwalten von Projekten
    • Model-Function – zum Konfigurieren von I/O-Funktionen in Modellstruktur
    • Signal Chain – zum Arbeiten mit vollständigen Signalketten
    • Buses – zum Konfigurieren von Bussen
    • Tasks – zum Konfigurieren von Aufgaben
    • Multiple Models – zum Verwalten mehrerer Modelle oder Processing-Unit-Anwendungen
    • Builds – zum Steuern des Build-Prozesses

  • Unterstützung von Simulink-Implementierungscontainern

    ConfigurationDesk unterstützt zwei Ansätze für die Arbeit mit Simulink-Modellen. Neben dem direkten Import von MDL-Dateien können nun Simulink-Implementierungscontainer (SICs) generiert werden. SICs enthalten den C-Code des Modells und weitere Artefakte wie vorkompilierte Bibliotheken und eine Schnittstellenbeschreibung des Modells.

  • Unterstützung von Functional Mock-up Units

    ConfigurationDesk unterstützt den offenen Functional Mock-up Interface (FMI)-Standard. Dadurch kann der Anwender unterschiedliche Modellierungsansätze, zum Beispiel basierend auf physikalischer Modellierung mit Modelica, mit Hilfe von Functional Mock-up Units (FMUs) nutzen. In HIL-Projekten lassen sich FMUs zusammen mit Simulink®-Modellen integrieren.

    Der Benutzer-Workflow für den Import und den Anschluss der FMUs an andere Modellschnittstellen und an die I/O ist identisch mit dem intuitiven Workflow für Simulink-Modelle.

  • ConfigurationDesk für die virtuelle Absicherung

    Produktdemonstration, wie virtuelle Steuergeräte auf dem HIL-Simulationssystem SCALEXIO® mit Hilfe von ConfigurationDesk integriert werden.

    Weitere Informationen

  • Beispielhafter Ablauf für FMI

    Produktdemonstration, wie Functional Mock-up Units in ein bestehendes Modell mit Hilfe von ConfigurationDesk integriert werden.

    Weitere Informationen

Anwendungsbereiche

ConfigurationDesk ist das intuitive, grafische Konfigurations- und Implementierungswerkzeug für die SCALEXIO-Hardware. Mit dieser Software können Sie Ihre Verhaltensmodelle aus MATLAB®/Simulink®/Simulink Coder™ mit I/O-Funktionen verbinden, um zum Beispiel die SCALEXIO-Hardware zu konfigurieren und den gesamten Prozess für die Generierung des Echtzeitcodes zu steuern. Sie können bei Bedarf externe Geräte wie Steuergeräte und Lasten einschließlich ihrer Signaleigenschaften (Beschreibungen, elektrische Eigenschaften, Fehlersimulations- und Lasteinstellungen) definieren und dokumentieren. ConfigurationDesk bietet unterschiedliche Ansichten des konfigurierten Systems. Sie können den Signalpfad zwischen Steuergeräte-/Last-Pins und dem Verhaltensmodell anzeigen lassen. In weiteren Ansichten können Sie die I/O-Funktion direkt zur Modellhierarchie hinzufügen und die Änderungen an den Schnittstellen an das verbundene MATLAB®/Simulink®-Modell propagieren.

Vorteile

Mit ConfigurationDesk können Sie leicht den Verhaltensmodellcode und den I/O-Funktionscode von ConfigurationDesk auf die dSPACE SCALEXIO-Hardware implementieren. Der komplette Build-Prozess für eine Echtzeitanwendung erfolgt in ConfigurationDesk. Neben der interaktiven Arbeit mit MATLAB/Simulink-Modellen können Sie zuvor generierten C-Code aus unterschiedlichen Modellierungswerkzeugen importieren. Zum Beispiel Code aus Simulink Coder über Simulink Implementation Container (SICs) oder Code aus anderen Modellierungswerkzeugen über Functional Mock-up Units (FMUs). Umfassende Dokumentationsoptionen und grafische Anzeigen machen Ihre Projekte hochgradig transparent. Sie können die projektspezifische Hardware offline als „virtuelles System“ zusammenstellen und konfigurieren, das heißt in Form einer rein softwarebasierten Konfiguration. Eine Echtzeitanwendung lässt sich für Testdurchläufe auch dann ausführen, wenn Teile der notwendigen und konfigurierten I/O-Hardware nicht physikalisch vorhanden sind. Zudem gibt es Optionen, um eine Microsoft®-Excel®-Datei mit Informationen zum Kabelbaum und externen Geräten zu generieren.

Arbeiten mit ConfigurationDesk (Beispiel)

Die neue Navigationsleiste in ConfigurationDesk bietet aufgabenspezifische Ansichten, die für den jeweiligen Prozess optimiert sind. Jede Ansicht zeigt nur die Funktionen, die für die ausgewählte Aufgabe erforderlich sind. Bei Bedarf können Sie jederzeit zwischen den Ansichten wechseln. Neben der interaktiven Arbeit mit MATLAB/Simulink-Modellen können Sie zuvor generierten C-Code über Simulink Implementation Container (SICs) oder Code aus anderen Modellierungswerkzeugen über Functional Mock-up Units (FMUs) importieren.

Unterstützung von Simulink-Implementierungscontainern

  • SICs sind ZIP-Container, die den C-Code des Modells und weitere Artefakte wie vorkompilierte Bibliotheken und eine Schnittstellenbeschreibung des Modells enthalten. Sobald die SICs generiert sind, können sie in verschiedenen Projekten wiederverwendet werden, ohne dass erneut C-Code generiert werden muss, was Zeitersparnis bedeutet.

Unterstützung von Functional Mock-up Units

  • FMUs ermöglichen den Einsatz unterschiedlicher Modellierungsansätze, zum Beispiel basierend auf physikalischer Modellierung mit Modelica. In ConfigurationDesk lassen sich FMUs zusammen mit Simulink®-Modellen integrieren. Der Benutzer-Workflow für den Import und den Anschluss der FMUs an andere Modellschnittstellen und an die I/O ist identisch mit dem Workflow für SICs.

ConfigurationDesk 6.0 bietet optimierte Ansichten für zwei unterschiedliche Arbeitsmethoden:

  • Die Seite Model-Function ist für die Simulink-orientierte Arbeit mit Projekten optimiert, wofür die Simulink-Modellschnittstellen angepasst werden muss.
  • Die Seite Signal Chain ist für die containerorientierte Arbeit mit Projekten optimiert, wofür die Modellschnittstellen bereits feststehen.

Komfortabler Modellaustausch

Um das Austauschen von Simulationsmodellen zu vereinfachen, bietet dSPACE das Model Interface Package für Simulink (MIPS) für das Generieren von SIC (Simulink Implementation Container)-Dateien.

Mit den kostenlosen MIPS können Modellierungsexperten die (C-Code-)SIC-Datei mit Simulink Coder generieren, ohne dass dafür eine Lizenz für VEOS oder ConfigurationDesk notwendig ist. Aus ihren Simulink-Modellen können sie zusammen mit dSPACE Run-Time Target Code generieren und ZIP-Dateien erstellen, die alle notwendigen Code-Teile und Artefakte für die Ausführung der Modelle auf unterschiedlichen Simulationsplattformen wie VEOS und SCALEXIO enthalten.

Modellintegratoren, die SIC-Dateien nutzen, müssen keinen neuen Code für die Simulation generieren. Daher reduziert der Einsatz von SICs den Zeitaufwand, der für ihre Wiederverwendung in unterschiedlichen Projekten notwendig ist.

Functionality Description
General
  • Graphical configuration of real-time applications
  • Decoupling of I/O configuration and behavior model
  • Integration of models from various tools
Simulink support
  • Generate a ConfigurationDesk project directly from the Simulink model
  • Switch from Simulink to ConfigurationDesk and vice versa
  • Changes to the interfaces made with ConfigurationDesk can be propagated to the respective Simulink model • Start the overall build process from the Simulink model
FMI support
  • Support of the open Functional Mock-up Interface (FMI) standard
  • Profit from different modeling approaches (e.g., based on physical modeling with Modelica) by using Functional Mock-up Units (FMUs)
  • Integrate FMUs together with Simulink® models.
I/O configuration and documentation I/O configuration for connecting behavior models to dSPACE SCALEXIO hardware:
  • External device topologies (properties of ECU pins and load pins)
  • Device port mapping (connections between the ECU/load pins and the signal ports of an I/O function)
  • I/O functions (define and configure the functionality of the assigned SCALEXIO hardware)
  • Model port mapping (connections between function ports and model ports)
  • Model topology (model ports used for the ConfigurationDesk application)
  • Hardware resource assignment (mapping of I/O functions to hardware resources)
  • Hardware topology (hardware resources used by I/O functions)
Documentation options
  • External device topologies (properties of ECU pins/load pins)
  • Model topology (describes the interface to the behavior model)
  • Hardware topology (describes the simulator hardware: boards, internal wiring, internal loads, board locations, etc.)
  • Microsoft® Excel® file with pin information for external wiring harnesses
Real-time code generation
  • Complete build process for I/O functions (ConfigurationDesk) and the behavior model (e.g., MATLAB®/Simulink®/Simulink Coder)
Bus simulation
  • Import of bus configurations as bus configuration containers generated by the dSPACE Bus Manager
  • CAN and LIN signals can be configured either with the Bus Manager or with the RTI CAN MultiMessage Blockset and the RTI LIN MultiMessage Blockset. FlexRay nodes are configured with the dSPACE FlexRay Configuration Package.
  • Ethernet UDP/TCP ist supported by the SCALEXIO Ethernet Solution. Ethernet SOME/IP ist supported by the Ethernet Configuration Package.

Beim Einsatz großer, komplexer Modelle können diese auf mehreren Processing Units, Processor Boards und Prozessorkerne verteilt werden, um die Echtzeitfähigkeit der Simulation zu gewährleisten. Dafür stehen zwei unterschiedliche Prozesse zur Auswahl.

  • Zuerst kommen separate Verhaltensmodelle für jeden Kern zum Einsatz, die in ConfigurationDesk importiert werden. Zudem wird die Modellkommunikation in ConfigurationDesk konfiguriert. Wenn Sie mit mehr als einem Modell arbeiten, stellt ConfigurationDesk die Ansicht Multiple Models zur Verfügung.
  • Im zweiten Prozess gibt es für die komplette Anwendung ein Gesamtmodell in Simulink®, und ein spezieller Simulink-Block gibt an, welche Subsysteme zusammen auf einem Kern berechnet werden sollen. Das ganze Verhaltensmodell wird automatisch in separate Modelldateien aufgeteilt. In diesem Prozess überträgt Simulink® die Modellkommunikation an ConfigurationDesk.

Mehrere Modelle können zu einem Prozess kombiniert werden. Mehrere Prozesse können den Processing-Unit-Anwendungen in ConfigurationDesk zugewiesen, wo automatisch die Zuweisung von Kernen und Prozessen innerhalb jeder Unit erfolgt.

ConfigurationDesk unterstützt zwei Ansätze für die Arbeit mit Simulink-Modellen. Der direkte Import von MDL-Dateien ermöglicht das automatische Starten von Simulink Coder aus dem Build-Prozess in ConfigurationDesk. Daneben wird nun ein alternativer Prozess für die Arbeit mit Simulink-Modellen unterstützt. Durch den vorgelagerten Einsatz von Simulink Coder werden Simulink-Implementierungscontainer (SICs) generiert. Diese SICs enthalten den C-Code des Modells und weitere Artefakte wie vorkompilierte Bibliotheken und eine Schnittstellenbeschreibung des Modells.

Sobald die SICs generiert sind, können sie in verschiedene ConfigurationDesk-Projekte importiert werden. Um Zeit zu sparen, können sie in unterschiedlichen Projekten oder Varianten wiederverwendet werden, ohne dass der Modell-Code erneut generiert werden muss.

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