AUTERA Sensor Data Interface (SDI)

Universelle und modulare Schnittstelle für Kamerarohdaten

Sowohl für die Entwicklung von Funktionen des autonomen Fahrens einschließlich klassischen Prototypings als auch für die Unterstützung durch künstliche Intelligenz sind riesige Datenmengen unverzichtbar. Für beide Ansätze werden Rohdaten aus Aufzeichnungen benötigt, die während realer Fahrten erstellt werden. Dafür bietet dSPACE die AUTERA AutoBox an. Mit dem AUTERA SDI werden die Möglichkeiten der Übertragung und Aufzeichnung von Kameradaten erweitert.

Anwendungsbereiche

Das AUTERA SDI übermittelt Rohdaten zwischen den verschiedenen Systemteilen:

Das AUTERA SDI

  • schaltet sich in die Verbindung zwischen Kameras und einem ECU ein und schickt die Sensordaten zeitgleich sowohl an die ECU als auch an den Datenlogger (Tapping),
  • übermittelt die Rohdaten der Kameras direkt an ein Prototyping-System, damit Algorithmen direkt mit realen Sensordaten entwickelt werden können,
  • schickt Sensordaten direkt an eine ECU. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Daten aufgezeichnet oder synthetisch erstellt wurden. 

Vorteile

Ob beim Aufzeichnen der Daten, beim Prototyping oder der Datenwiedergabe – das AUTERA SDI übermittelt große Datenmengen schnell und mit niedrigsten Latenzen. Dafür setzen wir auf eine sehr leistungsfähige Hardware-Plattform mit einer zentralen Prozessoreinheit (CPU) und einem FPGA, das die Rohdaten verarbeitet und über Ethernet weiterleitet. 2 x 10 GB Ethernet-Anschlüsse garantieren den hohen Datendurchsatz. Über eine SFP+ Schnittstelle hat der Kunde auch die Wahl zwischen einer Kupfer- oder einer Glasfaseranbindung.

Um eine hohe Flexibilität des AUTERA SDI zu gewährleisten, setzen wir austauschbare Schnittstellenkarten ein.

Die Schnittstellen bestehen aus Serialisierern (Ser) und Deserialisierern (Des), von denen verschiedene Typen unterschiedlicher Hersteller auf dem Markt sind. dSPACE bietet Karten mit bis zu acht Schnittstellen in verschiedenen Konfigurationen und unterschiedlich vielen Ein- und Ausgängen an.

dSPACE entwickelt diese Karten auf Wunsch auch kundenspezifisch. Aufgrund der internen Anbindung der Schnittstellenkarten ist auch die Anbindung anderer Sensortypen möglich und Kunden-IPs, zum Beispiel für Kompressionsalgorithmen, können integriert werden.

Ein robustes, fahrzeugtaugliches Gehäuse aus CNC-gefrästem Aluminium und ein großer Temperaturbereich für den Betrieb (-20…+70°C / -4…158°F) garantieren einen problemlosen Einsatz im realen Verkehr.

Die Konfiguration kann plattformunabhängig über ein Web-Interface erfolgen.

Für das Data Logging setzen wir den offenen ASAM-Capture-Module-Protocol (CMP)-Standard ein, der für die Autoindustrie entwickelt wurde und dort weitverbreitet ist. Auch dSPACE arbeitet aktiv an seiner Entwicklung mit. Als offener Standard ermöglicht das Protokoll eine einfache Anpassung kundenspezifischer Protokolle und Systeme. Außerdem bietet dSPACE eine RTMaps-Komponente für eine schnelle Inbetriebnahme des AUTERA SDI zusammen mit Intempora RTMaps, beispielsweise auf einer AUTERA AutoBox, an.

2x 10Gb Ethernet data streaming interface
1x RJ45 + 1x SFP+ (copper/fiber)
1x 1Gb Ethernet configuration interface (used for gPTP time synchronization conforming to IEEE 802.1AS)
8 MIPI CSI-2 ports (internal), up to 80Gbps in total
Enclosure:
Size: 215 x 184 x 98 mm (8.5 x 7.2 x 3.9 in.)
  • CNC-machined aluminum enclosure
  • Shock- and vibration tested
  • Following automotive standards
  • Different mounting options for limited-space conditions
Ambient temperature: -20 °C…+70 °C (-4 °F…158 °F)
In-vehicle power supply: 10 V…15 V
Under load: ~ 15 W, standby: 0.5 W

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