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Einstein extrem

Messung des Frame-Dragging-Effekts

12. April 2010: Mit der Messung des „Frame-Dragging“-Effekts gelang Forschern der Stanford University jüngst der bisher genaueste Test der Einsteinschen Relativitätstheorie überhaupt. Beim Frame-Dragging handelt es sich um eine extrem kleine Raumzeitverzerrung, die in der Nähe rotierender Massen, beispielsweise Planeten, entsteht. Für die Messung wurde im Jahr 2004 ein Satellit mit vier Gyroskopen (Präzisionskreiseln) an Bord in eine Erdumlaufbahn geschossen. Die elektronische Regelung der Gyroskopaufhängung durchlief zuvor umfassende Tests, unter anderem mit Hilfe eines Testaufbaus bestehend aus DS1005 Prozessor Board, diversen I/O-Boards und der Experimentsoftware ControlDesk (dSPACE berichtete in den dSPACE NEWS 1/2002). Gemäß Einstein sollten die anfangs auf einen Fixstern ausgerichteten Rotationsachsen der Gyroskope nach gut einem Jahr in der Umlaufbahn eine minimale Abweichung zeigen. Die Ursache sind verschiedene relativistische Effekte, an denen der Frame-Dragging-Effekt einen Anteil von etwa 1/40.000.000 Grad hat. Zum Vergleich: 1/40.000.000 Grad entspricht dem Winkel, den ein Stecknadelkopf aufspannt, wenn man ihn aus 1000 km Entfernung betrachtet. Diese mikroskopisch kleine Winkelabweichung der Gyroskope konnten die Forscher schließlich Ende 2009 nach mehrjähriger Datenauswertung nachweisen und damit den Frame-Dragging-Effekt bestätigen.
Mehr Infos: http://einstein.stanford.edu

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