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Hy-Nets4all: Funktionen für automatisiertes Fahren für E-Autos ganzheitlich entwickeln und effizient absichern

EU- und NRW-gefördertes Forschungsprojekt gestartet

Paderborn, 27.02.2020. dSPACE, DENSO, die RWTH Aachen University und die Universität Paderborn setzen ihre gemeinsamen Forschungsaktivitäten mit dem Projekt „Hy-Nets4all“ fort. In dem EU- und NRW-geförderten Forschungsprojekt wird eine Validierungsumgebung zur Optimierung des elektrifizierten Fahrens aufgebaut, mit der Funktionen für automatisiertes Fahren für elektrifizierte Fahrzeuge ganzheitlich entwickelt und effizient abgesichert werden können. Ziel ist es dabei, den Energiebedarf zu verringern, elektrische Komponenten gezielt weiterzuentwickeln und Fahrkonzepte abgestimmt auf die Ladeinfrastruktur auszulegen. Darüber hinaus sollen kooperative Fahrszenarien optimiert und Verkehrsströme verflüssigt werden.

Bereits im Vorgängerprojekt „Hy-Nets“, das im Januar 2019 erfolgreich abgeschlossen wurde, hatten die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen nachgewiesen, dass mit Hilfe smarter Toolketten Energie und somit Emissionen eingespart werden können. Hy-Nets4all wird über drei Jahre hinweg aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. dSPACE ist Konsortialführer des Projekts.

Beim Hy-Nets4all-Ansatz sollen Simulationsmodelle und Realbauteile interagieren und für die Weiterentwicklung und Validierung von Fahrfunktionen genutzt werden. Die Fahrten werden in der virtuellen Abbildung der Stadt Paderborn als Simulationsumgebung durchgeführt. Neben der V2X-Kommunikation (Vehicle-to-everything) soll auch die bereits existierende oder eine zukünftig aufzubauende Ladeinfrastruktur in der Simulation berücksichtigt werden.

Um die Wechselwirkungen verschiedener Fahrzeuge und Fahrzeugtypen in einer Umgebung untersuchen zu können, werden mehrere Ego-Fahrzeuge in einer Umgebung simuliert. Durch die Einbindung der realen Komponenten Verbrennungsmotor, E-Maschine und Leistungselektronik am Prüfstand werden echte Emissionswerte und Energiebedarfe gemessen.

Mit dem gewählten Ansatz können die Interaktion mit dem Verkehrsfluss und die Auswirkungen von kooperativen Fahrfunktionen in einem echten „In-the-Loop-Ansatz“ dargestellt werden. Elektrische Komponenten lassen sich ressourcenschonend entwickeln und optimieren, und Fahrfunktionen können effizient abgesichert werden. Auf die neue Validierungsplattform sollen Nutzer wie Automobilhersteller und Zulieferer über eine SaaS (Software-as-a-Service)-Schnittstelle zugreifen können, so dass standort- und herstellerübergreifendes Arbeiten möglich wird. „Durch die zu entwickelnde Werkzeugkette können Entwicklungs- und Testzeiten von Elektrofahrzeugen und Fahrfunktionen massiv verkürzt werden. Darüber hinaus leistet das Projekt einen weiteren Beitrag zu einer ressourcenschonenden Mobilität“, sagt Hagen Haupt, Director Simulation Models & Scenarios bei dSPACE.

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