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Unterstützung von ISO 26262

Immer mehr sicherheitskritische Systeme sind Bestandteil heutiger und zukünftiger Fahrzeuge, zum Beispiel integriertes Chassismanagement, Aktivlenkung und Fahrerassistenzsysteme wie die Abstandsregelung (ACC). Die Entwicklung solcher Systeme muss zusätzliche Anforderungen an Prozess, Methoden und Werkzeuge berücksichtigen, um mit funktionalen Sicherheitsstandards übereinzustimmen. Um einen einheitlichen, anerkannten Ansatz für die Entwicklung sicherheitskritischer Systeme zu etablieren, haben internationale OEMs, Zulieferer und Anbieter von Engineering-Services den speziell auf die Automobilindustrie zugeschnittenen funktionalen Sicherheitsstandard ISO 26262 entwickelt. 

Mit einer durchgängigen Werkzeugkette und Support unterstützt dSPACE seine Kunden bei der Entwicklung und dem Test neuer Funktionen gemäß ISO 26262.  

ISO 26262 für HIL-Tests

Sicherheitskritische Funktionen müssen genauso wie die Testmethoden, mit denen sie verifiziert werden, zuverlässig sein. Diese Anforderungen adressiert die ISO 26262 – der neue Standard für funktionale Sicherheit von E/E-Systemen in Straßenfahrzeugen bis 3,5 Tonnen. Die ISO 26262 ist die branchenspezifische Anpassung der IEC 61508 und deckt den gesamten Produktlebenszyklus ab. 

Um sicherheitskritische Funktionen, Komponenten, einzelne Steuergeräte und Steuergeräte-Verbunde zu testen, empfiehlt der ISO-Standard HIL-Tests oder Testmethoden, basierend auf der HIL-Simulation, da HIL-Tests seit Jahren Stand der Technik sind und fast genauso lange zum Testen sicherheitskritischer Funktionen eingesetzt werden.

ISO 26262 für die Seriencode-Generierung

TargetLink®, der Seriencode-Generator von dSPACE, erzeugt hocheffizienten C-Code direkt aus Simulink/Stateflow-Modellen. Er unterstützt effizientes, modulares Entwickeln und ist ISO-26262- und IEC-61508-zertifiziert. TargetLink zeichnet sich durch seinen automotiven Fokus, hohe Zuverlässigkeit, Prozessintegrierbarkeit sowie die Unterstützung von Standards wie AUTOSAR, ASAM MCD-2 MC (ASAP2), MISRA und OSEK aus. 

dSPACE Services für die Verifikation

Ob ein HIL-System für ein sicherheitskritisches Projekt geeignet ist, wird durch Testen des Gesamtsystems verifiziert. Das passiert, nachdem ein System zusammengebaut ist und wird für ein im Einsatz befindliches System wiederholt durchgeführt. Besteht das HIL-System aus Hardware und Software, ist es notwendig, beides zusammen zu verifizieren. Für die Verifikation von Steuergeräte-Software empfiehlt die ISO 26262 den HIL-Test. Durch die Vielzahl erfolgreicher Projekte verfügt dSPACE über umfangreiche Erfahrungen, wie ein HIL-Testsystem für sicherheitskritische Funktionen aufgebaut sein muss. 

dSPACE berät seine Kunden hierbei und bietet sowohl initiale als auch wiederkehrende Eignungstests für das Testsystem an:

  • Bereitstellen von Informationen zur Systemverifikation

  • Verifizieren der Eignung von dSPACE HIL-Systemen vor dem ersten Einsatz

  • Verifizieren der Eignung von dSPACE HIL-Systemen bei Wartungsarbeiten und nach Änderungen

  • Dokumentieren des Entwicklungs- und Testprozesses, um das korrekte Verhalten des HIL-Simulators zu belegen

Automatisiertes Testen sicherheitskritischer Anwendungen

Neben Empfehlungen für HIL-Tests schlägt die ISO 26262 auch mögliche Methoden für die Qualifizierung von Software-Entwicklungswerkzeugen vor. dSPACE AutomationDesk ist ein leistungsstarkes Front-End-Tool für automatisierte Tests der Anwendungssoftware. AutomationDesk wurde für sicherheitsrelevante Projekte vom TÜV SÜD nach ISO 26262 und IEC 61508 zertifiziert.

dSPACE unterstützt Ihre Klassifizierungs- und Qualifizierungsprozesse durch Informationen, die die Eignung von AutomationDesk für den Einsatz in sicherheitskritischen Anwendungen belegen.

Weitere Informationen zu ISO 26262

Diese beiden Teile der ISO 26262 beziehen sich auf die HIL-Simulation:

  • ISO 26262-6: Empfiehlt HIL-Tests, um zu verifizieren, dass die Anforderungen an die Produktentwicklung auf Software-Ebene erfüllt sind. 

  • ISO 26262-4: Empfiehlt allgemeine HIL-Testmethoden für die Produktentwicklung auf Systemebene, z. B. Fehlergenerierung, anforderungsbasiertes Testen.

Weiterführende Informationen Produktinformationen