ARINC Interface

Schnittstelle zum Avionik-Datenbus ARINC429

  • Verbindet modulare dSPACE-Echtzeitsysteme mit dem ARINC429-Datenbus
  • Unterstützt bis zu 32 Sende- und Empfangskanäle
  • Simulink®-Blockbibliothek

Anwendungsbereiche
Die ARINC429-Schnittstelle ist die Verbindung zwischen Simulatoren und Prototyping-Systemen von dSPACE mit dem Avionik-Datenbus ARINC429. Mit dieser Schnittstelle können dSPACE HIL-Simulatoren zum Testen von Flugelektronik sowohl auf Teilsystemebene als auch im ganzen Flugzeug (integrierte Flugtesteinrichtungen) eingesetzt werden. Zudem kommen dSPACE Prototyping-Systeme für die Entwicklung neuer Regelfunktionen in Bereichen wie Triebwerkssteuerung (FADEC), Steuerflächenaktoren, Führung und Navigation zum Einsatz.

Vorteile
  • Leichte Konfiguration der IP-Module per Setup-Block
  • Datenmanipulationsblöcke
  • Unterstützt anspruchsvolles Testen durch Induzieren vordefinierter Fehler in eine Botschaft
  • Vollständiger Software-Support für handcodierte C-Anwendungen

Hardware und Software
Die Schnittstelle besteht aus der Trägerkarte DS4501 für das IP-Modul (IndustryPack) und dem IP-429HD-88P-Modul von GE Intelligent Platforms. Auf Seiten des Echtzeitmodells stehen eine Simulink-Blockbibliothek und S-Funktionen für den Zugriff auf das IP-Modul und dessen Sende- und Empfangskanäle bereit. Die Blockbibliothek erlaubt den Zugriff auf den ARINC429-Bus auf Rohdatenebene, das heißt, Sende- und Empfangsblöcke im Modell arbeiten mit 32-Bit-ARINC429-Worten, ohne zwischen den Datenbussen zu unterscheiden.

ARINC429-Bus
Die ARINC429-Spezifikation definiert die Kommunikation zwischen Avionik-Ausrüstung und Systemen und ist für nahezu alle kommerziellen Flugzeuge der Industriestandard. Das resultierende Bussystem ist der am weitesten verbreitete Datenbus für Verkehrs- und Transportflugzeuge. Er ermöglicht die unidirektionale Übertragung von 32-Bit-Worten über zwei Twisted-Pair-Kabel. Botschaften werden mit einer Bitrate von entweder 12,5 oder 100 Kilobit pro Sekunde an andere Systemelemente übertragen, die die Busbotschaften überwachen. Der Bus unterstützt einen Sender und bis zu 20 Empfänger pro Kanal.